Eine Reise ins Unbekannte

Eine Reise ins Unbekannte

Posted: 24. Januar 2018 by Reiselustique

Solch eine Weltreise oder Langzeitreise ist ganz schön aufregend. Im Prinzip setzt man sich ständig unbekannten und unerwarteten Dingen aus und muss lernen einen Weg für sich zu finden, damit umzugehen und sich wohlzufühlen.

Zu Hause weiß man, wo und was man einkauft. Wo man lecker essen gehen kann. Wo oder bei wem man anrufen kann, wenn man Hilfe benötigt. Auf Reisen gibt es all diese Dinge nicht und weiß praktisch gar nichts. Jeden Tag müssen neue Entscheidungen getroffen werden, wie z.B. wo man übernachtet, was man isst oder wie man überhaupt zur nächsten Unterkunft kommt.

Während des Reisens muss man natürlich auch sicherstellen, dass das Geld für die geplante Zeit ausreicht. Während man in der Heimat sein regelmäßiges Einkommen hatte, muss man nun Prioritäten setzten. Trotz genauester Planung für alle Szenarien, bleibt die Ungewissheit, ob das Budget tatsächlich für alles, was man sich vornimmt auch ausreicht.  

Nur wer sich auf den Weg macht, wird neues Land entdecken

Weniger an die Zukunft denken

Ist es Dir nicht auch schon mal aufgefallen, dass wir eigentlich immer in der Zukunft leben? Dass wir uns ständig Fragen stellen, wie „Was passiert dann?“, „Was machst du nach der Reise?“, „Wohin geht es als nächstes“? Obwohl wir das eine noch gar nicht erlebt haben, stellen wir uns bereits Fragen über das was als nächstes kommt. Ohne konkrete Pläne fühlen wir uns ziellos und das Nichtstun ist vergeudete Zeit.

Es ist immer gut einen Plan zu haben, doch Pläne können sich ganz schnell ändern. Ich bin die geborene Reiseplanerin und liebe es meine Kurzurlaube genauestens zu planen. Eine gewisse Flexibilität räume ich mir immer ein aber im Prinzip weiß ich schon vor der Abreise, an welchem Tag ich wo sein werde und wie viel mich der Urlaub insgesamt kostet. Am Ende stimmt meine Planung mit der Umsetzung fast immer 1:1 überein.

Auf meiner Langzeitreise, auf der ich mich frei fühlen und keinen Zeitdruck verspüren möchte, möchte ich genau das nicht. Ich will mich nicht einschränken müssen und schon vorher wissen, wie lange ich an welchem Ort bleiben kann. Auch die Buchung der Unterkünfte und Flüge bleiben meist bis zum letzten Tag noch ungeplant. Wenn man es genau nimmt, stehen noch nicht einmal die einzelnen Reiseziele fest. Wir haben eine Vorstellung darüber, welche Länder wir besuchen möchten und richten unsere Reiseroute spontan danach aus. 

Erst wenn man sich eine Zeitlang vom gewohnten Umfeld distanziert und im hier und jetzt lebt, merkt man, wie gut es tut einfach mal an nichts zu denken. Wenn es egal ist, welcher Tag oder wie viel Uhr es gerade ist. Wenn Ziele und Erfolge unwichtig sind und man sich einfach nur darauf konzentriert was in diesem Moment um einen herum passiert.

Abenteuer beginnen wo Pläne enden

Einfach genießen

Es gibt bestimmte Momente, in denen man seine Gefühle nicht einordnen kann. Das ständige “Auf Achse sein” und das Leben aus dem Rucksack, kann ganz schön anstrengend sein. Durch die ständig wechselnden Bedingungen sehnt man sich nach seinem bequemen Bett zu Hause. Die vielen Eindrücke, die man mit Freunden und Familie teilen möchte, können für Heimweh sorgen. Oder kommt alles ganz anders und man möchte gar nicht erst wieder zurück in die Heimat? Gedanken über das was nach der Reise passiert mache ich mir noch gar keine. Auf keinen Fall werde ich mich irgendwie unter Druck setzten und schon jetzt darüber nachdenken, was ist wenn … Jetzt heißt es erst mal Abwarten, Genießen und Leben!

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