Japan Reise zur Kirschblütenzeit

Japan – Von Tokio nach Hiroshima

Posted: 7. Januar 2018 by Reiselustique

14 Tage Japan: Von Tokio nach Hiroshima

Warum eine Reise nach Japan?

Die Initialzündung um Japan zu besuchen? Nicht in erster Instanz die einzigartige und jahrtausendealte Kultur, nein, ich wollte unbedingt live erleben wie die sonst so beherrschten Japaner im Anblick der Kirschblüte total eskalieren und aus sich herauskommen.

Und schon einmal vorab, #SpoilerAlert, ich hab´s live und in Farbe erlebt! Aber auch andere Eindrücke meiner Reise sind mir mindestens genauso gut in Erinnerung geblieben. Wer immer schon eimal in eine andere Welt eintauchen wollte, für den ist eine Reise nach Japan genau das Richtige!

Und für alle alleinreisenden Damen unter uns: Japan ist wohl eines der sichersten Reiseländer weltweit. Selbst als ich, wie der Zufall es so wollte, im einen der wenigen Slums Japans landete, wurde ich wie gewohnt unter die Fittiche eifriger Japaner genommen. Einer riet mir sogar von meinem gewählten Hotel ab, da dieses erst vor kurzem eine Brandkatastrophe erlebt hatte.

Japan Urlaub zur Kirschblütenzeit

Wie teuer ist ein Flug nach Japan?

Die Preise für Flüge nach Japan zu vergleichen, lohnte sich definitiv. Am Ende flog ich mit All´Italia von Düsseldorf International mit Zwischenstopp in Fiumciano nach Tokyo Narita – Hin und zurück für gerade einmal 512 Euro, und das während der Kirschblütenzeit.

Mit dem JR Pass durch Japan

Der JR Pass ist EIN MUSS, für jeden der durch Japan reisen möchte. Mit 340 Euro für 14 Tage ist der JR Pass nicht der billigste Spaß, aber es lohnt sich definitiv! Durch den JR Pass war ich nicht mehr an Zugbuchungen gebunden und konnte spontan am Morgen des Tages entscheiden, wo ich am Abend übernachten wollte – mehr Flexibilität und Mobilität geht nicht!

Meine Route führte mich wie folgend durch Japan:

Tokio > Kawasaki > Koshu (nahe Berg Fuji) > Osaka > Tanabe > Osaka > Nara > Himeji > Hiroshima

Japan Reiseroute

Transport in Japan ist generell teurer als in Deutschland, sodass hier die Faustregel gelten sollte: Hat man genug Zeit zum Reisen und hat nicht nur 14 Tage, dann kann man auch mit den Überlandbussen reisen, die oftmals ein Vielfaches der Reisezeit mit einem Shinkansen benötigen.

Das Reisen im Shinkansen ist sehr komfortabel und in gewisser Weise auch idiotensicher: Ist die Abfahrt des Zuges für 15:49 angesetzt, so wird der Zug auch um 15:49 losfahren. Nach 2 Tagen schlich sich bei mir schon eine gewisse Nachlässigkeit, dass ich gar nicht mehr genau die Zugnummer des Zuges, den ich betrat, studierte, sondern mich nur noch lediglich auf die angeschlagenen Abfahrtszeiten verließ.

Dies wurde mir nicht einmal zum Verhängnis und nicht ein einziges Mal saß ich im falschen Zug. Bis heute habe ich noch eine tiefe Bewunderung für den japanischen Zugverkehr, der geschmeidig funktionierte wie ein Schweizer Uhrwerk. Gleiches galt auch für die innerstädtischen Metros, insbesondere in Tokyo.

Anfangs wurde mir noch flau als ich ehrfürchtig die vielen verschiedenen Linien in den verschiedenen Farben sah – aber auch mit der Metro verfuhr ich mich kein einziges Mal.

Meine Highlights in Japan

Da ich leider nur insgesamt 14 Tage für meine Reise durch Japan zur Verfügung hatte, konnte ich lediglich südlich von Tokio Japan erkunden. Ich hatte aufgrund des JR Passes auch kurzfristig überlegt noch einen Abstecher ganz in den Norden von Japan zu unternehmen, aber bei einem solch straffen Zeitplan wäre die Reise wohl viel anstrengender geworden. Mir persönlich gefielen all die Orte, die nicht von Touristen heillos überrannt waren.

Eines meiner Highlights war definitiv mein Aufenthalt bei meinen Air-Bnb Hosts in Koshu, die sich wie eine Tochter um mich kümmerten. Auch wenn an dem Tag die Spitze des Berg Fujis komplett in Wolken gehüllt war, so war es doch einer meiner großen Träume einmal den Berg Fuji zu sehen. Anders als die weitläufige Auffassung gefiel mir auch Osaka sehr gut. Auch mit einem kleinen unfreiwilligen und ungeplanten Abstecher nach Kamagasaki, den berüchtigten Slum in Osaka, hatte das urbane Flair der Stadt eine große Wirkung.

Wie teuer ist es in Japan zu reisen?

Es gibt definitiv billigere Destinationen als Japan, die ich in den letzten Jahren bereist habe. Obwohl ich in Budget-Hostels und auch sehr sparsam gereist bin, habe ich für die zwei Wochen inklusive Flug, JR Pass ca 1.500€ ausgegeben.

Für ein tägliches Budget, ohne Hotelkosten, sollte man 50 EURO berechnen. Besonders Eintritte in Museen oder andere Sehenswürdigkeiten schlagen sich hoch zu Buche, da Japan ein touristisch sehr erschlossenes Land ist und viele Städte, z.B. Kyoto, von Scharen von Touristen überrannt werden.

Die beste Jahreszeit Japan zu bereisen

Die beste Jahreszeit ist entweder im Frühling, wenn die Bäume in voller Kirschblüte stehen, oder im Herbst, wenn das Land in schöne Herbsttöne getaucht ist.

Japan Kirschblüten

Kommt man in Japan auch gut mit Englisch durch?

In Japan kommt man sehr gut mit Englisch durch und man braucht nicht zwangsläufig Japanisch-Kenntnisse. Auch viele Orte, Straßen oder Karten sind mit lateinischen Buchstaben ausgewiesen, sodass man definitiv nicht “Lost in Translation” in einem riesigen Zeichen-Dschungel ist.

Die wenigen Menschen die mir begegnet sind und nur Englisch konnten, wussten sich meist zu helfen und hatten ein Wörterbuch parat, sodass es zu sehr schönen Begegnungen mit Händen, Füßen und Google Translate kam.

Während einer 2-stündigen Fahrt im Shinkansen unterhielt mich mit einer Japanerin, indem wir unsere Fragen und Antworten jeweils in Google Translate eingaben. Eine durchaus skurrile Unterhaltung, die so vor 20 Jahren wahrscheinlich nicht ganz so flüssig und problemlos von statten gegangen wäre.

Und zum Schluss noch eine Frage, die mir besonders im Zusammenhang mit meinem Aufenthalt in Hiroshima gestellt wurde:

Spürt man, dass sich die Radioaktivität zum Beispiel in Hiroshima auf den Körper auswirkt?

Nein, ich konnte während meiner Zeit in Hiroshima keine Änderungen an meiner täglichen Form feststellen.

 

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